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Salinarium, Bad Dürkheim: Machbarkeitsstudie Erweiterung Salinarium (2014)

(Beratung, Machbarkeitsstudie)

Nachdem in Bad Dürkheim der Investorenwettbewerb für eine moderne, alleinstehende Therme ohne Ergebnis beendet wurde, stellte sich für die Stadt die Frage, ob das durch die Stadtwerke betriebene Freizeitbad Salinarium um wellness- und gesundheitsorientierte Thermenangebote erweitert werden soll.

Um hierfür eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu haben, wurden wir mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie beauftragt.


Die Rheinpfalz berichtet mit Datum vom 26.8.2015 über die weiteren Entwicklungen:

"Stadt erwartet Entwürfe verschiedener Architekturbüros bis Ende Oktober

Basis für die Planer ist das Gutachten des Ingenieurbüros Kannewischer (Schweiz/Baden-Baden), das im Auftrag des Landes respektive der Staatsbad GmbH eine Alternative für die geplatzte Großtherme im Abtsfronhof auf Machbar- und Wirtschaftlichkeit untersuchen sollte.

Kannewischer hat verschiedene Erweiterungsszenarien entworfen. Dazu gehörte zunächst sogar die Salierhalle, die jedoch aus statischen und bautechnischen Zwängen nicht in Frage kommt. Die Brunnenhalle wiederum wurde von den Baden-Badenern zunächst ausgeklammert, da die zugrundegelegten Betriebseinheiten einen größeren Flächenbedarf haben oder nicht separat dort unterzubringen wären. Die fünf Architektenbüros wiederum können auch die Brunnenhalle in ihr Raummodell einbeziehen, zumal sich herauskristallisiert, dass die bislang favorisierte Erweiterungsfläche südlich des Salinariums zwischen Schwimmhalle und Isenach nur über die Große Allee auf der Westseite des Hallenbads sinnvoll zugänglich gemacht werden kann.

Kannewischer hat insgesamt drei Varianten für einen Thermenanbau untersucht. Die geschätzten Investitionskosten liegen zwischen 7,8 und 15,6 Millionen Euro. Während jedoch die kleinste Variante mit einem jährlichen Betriebsergebnis von 900.000 Euro Minus berechnet wurde, läge das Defizit der „vollwertigen“ Version lediglich bei einem Drittel dieser Summe. „Sie kompensiert weitgehend den Verzicht auf das angepeilte Projekt einer alleinstehenden Therme“, meinen die Planer in ihrem Gutachten, das der RHEINPFALZ inzwischen vorliegt. Die Kleinvariante verursache zwar die geringste Investition, leiste aber bei dreifach höherem Fehlbedarf „keinen Beitrag zum Tourismus“.

Kannewischer hat als Grundlage auch den aktuellen Zustand des Salinariums untersucht. Es erfreue sich auch 30 Jahre nach seiner Einweihung 1984 mit jährlich knapp 350.000 Besuchern (2012 und 2013) „großer Beliebtheit und sollte weiter gestärkt werden“. Durch den „Anbau einer großzügigen Thermenwelt“ inklusive neukonzipiertem und damit wesentlich attraktiverem Saunabereich mit separaten Tarifen könne Bad Dürkheim seinen Status als Thermalbadeort erhalten und von dem in den Augen der Planer gegebenen „Marktpotenzial für eine moderne erholungsorientierte Therme profitieren“.

Allerdings würden im Salinarium selbst auch ohne Thermenerweiterung laut den Planern in den kommenden Jahren Sanierungsmaßnahmen in einer Größenordnung von fünf bis acht Millionen Euro netto fällig. Die Arbeiten waren teilweise auch zurückgestellt worden, weil die Stadt den Fortgang bei der Staatsbad abwarten wollte. Diese Mittel müssten von den Stadtwerken ohne Landeszuschuss aufgebracht werden, für eine Kombitherme mit Kostenschätzungen zwischen 15,8 und 23,6 Millionen Obergrenze gäbe es jene 11,08 Millionen.

Hinzu käme laut Marktanalyse der Planer, dass das erweiterte Salinarium sein operatives Ergebnis um mindestens 250.000 Euro im Jahr verbessern würde. „Dadurch ließen sich bei einer Annuität von acht Prozent (fünf Prozent Zins über 20 Jahre) bereits rund drei Millionen Kapitalkosten refinanzieren. Zusammen mit den Landesgeldern würde dies rund 90 Prozent der Erweiterungskosten decken.“

Zudem würde, wie Bürgermeister Lutz im Stadtrat sagte, das jährliche Gesamtdefizit von Therme und Salinarium nicht höher ausfallen als jetzt allein im Freizeitbad. „Eventuell läge es noch darunter.“

War es Kannewischers Aufgabe, die Bad-Therme-Kombination einer Analyse nach wirtschaftlichen Aussichten und infrastrukturellen Aspekten zu unterziehen, so sollen seine schematischen Darstellungen des jeweiligen Raumbedarfs und der Abläufe für die jeweiligen Varianten jetzt von den Architekten in räumliche Modelle gegossen werden. Die Vorschläge sollen dann nach Aussage von Wolfgang Lutz „gerne auch der Bevölkerung vorgestellt“ werden. Bis Jahresende soll eine verlässliche Grundlage für eine grundsätzliche Entscheidung über eine Kombilösung vorliegen."



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