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Machbarkeits- und Attraktivierungsstudie

Machbarkeitsstudie

Die Machbarkeitsstudie ist eines der zentralen Instrumente für das erfolgreiche Vorgehen in Bäderprojekten. Sie muss alle notwendigen Informationen für die Projektbeteiligten erarbeiten. Eine fundierte Machbarkeitsstudie stellt das Grundgerüst für das Bäderprojekt dar und ist deshalb die „Projektbibel“ bis zur Fertigstellung des Objektes. Leider gibt es immer noch viele Gemeinden, die sich die im Vergleich zur Investitionssumme verschwindend kleinen Kosten für eine Machbarkeitsstudie sparen. Damit erweisen sie sich keinen Gefallen, weil sie Gefahr laufen, eine Fehlinvestition von mehreren Millionen Euro zu tätigen.

Eine solche Machbarkeitsstudie sollte folgende Elemente enthalten:

Marktanalyse:
Die Marktanalyse zeigt allgemeine Nachfragetrends auf, erarbeitet das spezifische Marktpotential für das angedachte Bäderprojekt und untersucht die Wettbewerbsituation in den relevanten Teilmärkten.

Bestandesanalyse:
Falls ein Bad saniert und attraktiviert werden soll, wird der vorhandene Bestand aus technischer und betriebswirtschaftlicher Sicht kurz beurteilt.

Projektkonzeption:
Aufgrund der gemachten Analysen wird in diesem Schritt die Projektidee/-vision entworfen und das Projekt dann im Einzelnen beschrieben. Eines der zentralsten Ergebnisse der Machbarkeitsstudie ist das detaillierte Raum- und Flächenprogramm, das für die architektonische Planung benötigt wird. Auf Basis dieses Raumbuches kann dann auch eine erste grobe Investitionskostenschätzung vorgenommen werden.

Eventualpositionen:
Falls über die Ausrichtung des Bades keine Klarheit herrscht, müssen evtl. Alternativszenarien bezüglich der Projektkonzeption erarbeitet werden. Ist der Standort des Bades nicht festgelegt, müssen verschiedene Optionen im Rahmen einer Standortanalyse bewertet werden.

Wirtschaftlichkeitsprognose:
Auf Basis der Projektkonzeption wird eine Wirtschaftlichkeitsprognose erarbeitet, die zusammen mit der Investitionskostenschätzung die Grundlage für die Finanzierungs- und Betreiberfragen bildet.

Ergebnisse:
Abschliessend sollten die wichtigsten Resultate zusammengefasst und das weitere Vorgehen definiert werden, damit es nicht bei der Studie bleibt, sondern mit dem Projekt gleich weitergeht.

Wie diese Beschreibung der Machbarkeitsstudie zeigt, handelt es sich hierbei um ein umfassendes und interdisziplinäres Werk, das für den weiteren Projektfortschritt essentiell ist. Werden diese Arbeiten nicht vorgängig gemacht, so müssen sie zu einem späteren Projektzeitpunkt gemacht werden. Der Vorteil der vorgängigen Bearbeitung ist, dass man für das weitere Vorgehen die notwendige konzeptionelle Sicherheit bekommt.

Aus: „Die Finanzierung und Realisierung von öffentlichen Schwimmbädern – Prozess, Entwicklung, Machbarkeit“, Vortrag von Dr. Stefan Kannewischer, anlässlich der IAKS-Tagung vom 07.11.2003 in Köln

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