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Wirtschaftlichkeitsverbesserungsstudie

Wirtschaftlicher Betrieb

„Schwieriger als die Errichtung der Badeanstalten ist die Pflege ihrer Benutzung.“ (Dr. L. Sonderegger, 1904)

Die Tatsache, dass der Betrieb von Bädern eine anspruchsvolle Aufgabe ist, weiss man – wie das Zitat zeigt – schon lange. Hier können nur einige zentrale Grundsätze eines wirtschaftlich orientierten Bädermanagements aufgezeigt werden:

Das Bädermanagement muss dort ansetzen, wo es sich lohnt: Bei den grössten Aufwand- und Umsatzpositionen, die sich verändern lassen.

Das grösste Wirtschaftlichkeits-Verbesserungspotential liegt oftmals auf der Umsatzseite. Viele Gemeinden machen den Fehler, sich zu stark auf die Kostenseite zu konzentrieren, obwohl die grössten Möglichkeiten zur Wirtschaftlichkeitsverbesserung häufig auf der Umsatzseite liegen.

Aufwandreduktionen sind nur echte Einsparungen, wenn sie nicht zu einer Angebotsverschlechterung führen. Wenn man sich dann trotzdem um die Kostenseite kümmert (was man schon tun sollte), dann dürfen Kostensenkungen nicht zu einer Verschlechterung des Angebotes für den Kunden führen. Ansonsten sind hiermit Umsatzeinbussen verbunden, was den Kosteneffekt mindestens teilweise kompensiert.

Die Wirtschaftlichkeit eines Bades ist nicht nur eine Frage der Gebäudeattraktivität (= Investitionen) sondern auch ganz erheblich eine Frage von betrieblichen Massnahmen. Selbst wenn das Gebäude nicht mehr vollständig den heutigen Bedürfnissen entspricht, kann mit guter Betriebsführung (unterstützt durch kleinere investive Massnahmen) eine beachtliche Wirtschaftlichkeit herbeigeführt werden.

Wenn ein Bad wirtschaftlich geführt werden soll, müssen die Mitarbeiter am Erfolg teilhaben, sonst unterstützen sie die wirtschaftliche Betriebsweise nicht mit ganzer Kraft.

Aus: „Die Finanzierung und Realisierung von öffentlichen Schwimmbädern – Prozess, Entwicklung, Machbarkeit“, Vortrag von Dr. Stefan Kannewischer, anlässlich der IAKS-Tagung vom 07.11.2003 in Köln

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